Vogelsbergkreis. „Die Mitarbeiterinnen haben so viele Ideen, hier wird Qualitätsentwicklung wirklich ernst genommen – ich kann zum Abschluss nur Lob über Sie ausschütten.“ Mit diesen Worten überreichte Horst Quante, Gutachter der unabhängigen ArtSet Qualitätstestierung GmbH aus Hannover, einen Kunstdruck. Dieser zeigt 600 kleine Kacheln, und jede einzelne davon steht für eine geprüfte Einrichtung. Auch die vhs des Vogelsbergkreises gehört dazu und hat „ihre“ Kachel im Original ebenfalls erhalten.
Bildungsdezernent Peter Zielinski zeigte sich erfreut, dass die Volkshochschule ihren hohen Standard der vergangenen Jahre gehalten und die Retestierung zum wiederholten Male erfolgreich abgeschlossen hat. „Die vhs ist kreisweit Anlaufstelle für Weiterbildung und Lernen. Sie gewährleistet bezahlbare Bildung für alle, der Lernende steht dabei immer im Vordergrund – die erneute Zertifizierung nach LQW bestätigt das.“
Die Zertifizierung erfolgte nach dem „Lernerorientierten Qualitätsmodell“ (LQW), einem für die Weiterbildung entwickelten Qualitätsentwicklungs- und –testierungsverfahren, das den Lernenden in den Mittelpunkt stellt. „Unsere Ersttestierung fand schon vor Jahren statt, heute haben wir die zweite Retestierung erfolgreich abgeschlossen“, erklärt Volkshochschulleiterin Monika Schenker.
Und dafür hat das Team einiges getan: Ein Selbstreport mit rund 100 Seiten Umfang wurde verfasst. Inhalte sind beispielsweise das Selbstverständnis, interne Abläufe, geplante und umgesetzte Qualitätsentwicklungsziele, Personalentwicklung, Führung und Controlling. Daraus geht hervor, dass sich die vhs als lernende Organisation selbst hinterfragt und beständig an ihrer Qualität arbeitet.
Gutachter Quante hat den Report gelesen und kam zu einem Abschlussworkshop nach Alsfeld. In seinem 40-seitigen Gutachten beleuchtet er den Selbstreport und gibt Anregungen. Gemeinsam wurden die strategischen Ziele für die kommenden vier Jahre erarbeitet und schriftlich festgehalten. Das Leitthema der Volkshochschule ist: „Wir zeigen uns!“ Und: „Wir wollen ein klares Bekenntnis zu unserer Region und unserem öffentlichen Bildungsauftrag in der Erwachsenenbildung abgeben.“