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In Monte-Kali-Grundschule in Rommerz geht es sehr familiär zu

362-Grundschule Rommerz

Rommerz. Das jüngste Kind der Monte-Kali-Grundschule in Rommerz ist der frisch angelegte Schulgarten. Auch in den Sommerferien liegt er sicherlich nicht brach und bekommt regelmäßig Besuch. Denn die 51 Schülerinnen und Schüler wohnen allesamt in dem 1700-Seelen-Dorf und können die Fortschritte jederzeit begutachten.

„Unsere Schule, der Ort, alles ist hier überschaubar, familiär, und die Kinder spielen sowohl in der Schule als auch am Nachmittag gemeinsam“, erzählt die Schulleiterin Sonja Möller lachend auf die Frage, was ihre Schule auszeichnet. Unterrichtet werden die Schüler von Silvana Gärtner, Annette Wiedelbach und Sonja Möller selbst. „Es gibt keine Parallelklassen und die 1. und 2. Klasse wurden zusammengelegt“, erklärt Möller. Das führe dazu, dass das Gemeinschaftsgefühl unter den Schülern unabhängig von der Klasse groß sei. Auch deshalb sind jahrgangsübergreifende Aktionen ein Höhepunkt im Schulalltag: Kurz vor den Ferien ging es für alle auf große Fahrt nach Kleinsassen, zwei Übernachtungen inklusive und vollgepackt mit Aktivitäten wie Nachtwanderung, Lagerfeuer und lehrreichem Programm von „Rumpel“, dem Rhöner Umweltmobil. Neben diesen außergewöhnlichen Aktionen ist das Schulleben sehr rührig, so gibt die vierte Klasse zum Beispiel eine Schülerzeitung heraus, in der sich die besonders beliebte Quizseite befindet. Leser können hier Gutscheine gewinnen und unterstützen mit dem Kauf der Zeitung die Klassenkasse.

Ein besonderer Augenmerk liegt in der Monte-Kali-Grundschule auf dem Bereich Sport: „Wir haben Glück, dass Frau Gärtner, die Schulsportkoordinatorin des Landkreises ist, an unserer Schule unterrichtet und sehr engagiert ist“, sagt Möller. Dadurch war es natürlich Ehrensache, dass bereits vor geraumer Zeit das Zertifikat „Bewegung“ erfolgreich erworben wurde. Vor den Ferien veranstaltete die Grundschule ein großes Sportabzeichen-Fest und bot dabei Disziplinen wie Schleuderball, Seilspringen und Kugelstoßen an. Wie sich die Schüler für ihre sportliche Fitness richtig ernähren, ist für sie selbstverständlich: Alle vier Wochen gibt es ein gemeinsames, bewusst gesundes Frühstück. Und zuckerhaltige Getränke sind verpönt, stattdessen gibt es Wasser.

Bei großen Veranstaltungen wie dem Schulfest, das alle vier Jahre im Sommer steigt, zeigt sich immer wieder, dass in Rommerz das Miteinander stimmt: „Wir haben engagierte, sehr aktive Eltern und seit einem Jahr gibt es sogar einen Förderverein“, ist die Schulleiterin begeistert. Dieser macht es möglich, dass die kleine Schule eine Nachmittagsbetreuung für die Kinder anbieten kann. „Am Anfang waren wir skeptisch, ob es überhaupt den Bedarf gibt, inzwischen wissen wir, dass die Nachfrage groß ist.“ Finanziert werden die Betreuungskräfte an vier Nachmittagen über den Förderverein. Sechs bis zehn Kinder nehmen regelmäßig das Angebot wahr.

Die Lehrerinnen und Eltern hoffen, dass der Schulstandort in Rommerz trotz abnehmender Schülerzahlen noch lange erhalten bleibt. Als ein gutes Zeichen werten sie die Investitionen des Landkreises in das Gebäude. „Der Landkreis investiert hier immer wieder, zuletzt wurden zum Beispiel die Schülertoiletten erneuert“, erklärt Möller. Und so sind die Rommerzer Schüler und ihre Lehrer voller Zukunftspläne – sei es das Thema „Gewaltprävention“, dem sich die Lehrerinnen mit ihren Schützlingen bald zuwenden möchten, oder eben der Schulgarten. Der liegt in unmittelbarer Nähe zur Monte-Kali-Schule am Pfarrhaus und belohnt die Schüler hoffentlich für die gemeinsame Pflege, bei der sie der Pfarrgärtner unterstützt, mit einer reichen Ernte von Bohnen, Möhren und Kartoffeln. (Foto & Text: Gitte Diener)

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