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Klingender Dom: Orgel-Matineen 2013

Fulda. Fulda erfreut sich in der kirchenmusikalischen Fachwelt eines ausgezeichneten Rufs. Der barocke Dom gilt als bauliches Juwel und verfügt über eine herausragende Orgel. Das klangvolle Instrument* ist durch zahlreiche Konzerte und CD-Aufnahmen weit über die Grenzen der Domstadt hinaus bekannt geworden und erfreut sich bei Kennern und Freunden der Orgel-Musik hoher Wertschätzung. Die jetzt vorgestellten diesjährigen Orgel-Matineen knüpfen daran an.

„Seit den 90er-Jahren veranstalten wir im Hohen Dom zu Fulda jedes Jahr einen Zyklus attraktiver Orgel-Konzerte, jeweils mit etwas anderen Vorzeichen“, berichtet Domorganist Prof. Hans-Jürgen Kaiser. „Für solche Konzerte bietet unsere Kathedralkirche ein ganz besonderes Ambiente und ein exzellent auf den Raum abgestimmtes Instrument. Weil das in der Fachwelt bekannt ist, gelingt es uns immer wieder, hochkarätige Interpreten aus dem In- und Ausland nach Fulda zu holen. Das ist auch 2013 wieder der Fall.“

In drei Zyklen – Mai/Juni, September/Oktober sowie im Advent – finden an insgesamt 21 Samstagen halbstündige Orgel-Matineen statt, die ein breites Spektrum der Orgel-Literatur abdecken. Dabei betont der Domorganist als Initiator der Reihe das ausgesprochen vielseitige Spektrum der Interpreten: „Auch dieses Jahr haben wir sowohl arrivierte Künstler als auch viel versprechende junge Talente eingeladen. Sie stammen aus unterschiedlichen deutschen Städten und einige kommen aus dem europäischen Ausland oder aus Übersee. Dieser Blick weit über die Grenzen Hessens hinaus ist bei uns gute Tradition. Dies macht für die heimischen Freunde der Orgel-Musik den besonderen Reiz unserer Matineen aus.“

Von Mailand bis Danzig

Den Reigen der Interpreten beginnt Wolfram Koloseus, Professor für Orchesterleitung in Mainz (4.5.), der durch zahlreiche Konzerte bekannt ist. Die Polin Malgorzata Skrzypek (11.5.) hingegen hat in Mainz gerade erst ihren Abschluss gemacht. Andreas Meisner (25.5.) ist evangelischer Kirchenmusiker am berühmten Altenberger Dom. Paul Thyssen (1.6.) Diözesanmusikdirektor in Paderborn, während der emeritierte Professor und gefragte Konzertorganist David Palmer aus Kanada stammt.

Ein anspruchsvolles Projekt hat sich Kai Krakenberg (29.6.) vorgenommen: Der Kantor aus der Theodor-Storm-Stadt Husum will über einen Zeitraum von 10 Jahren das gesamte Orgelwerk von Bach aufführen. Roman Perucki (Danzig) ist in seiner polnischen Heimat sehr bekannt (7.9.) und Daniel Gárdonyi (Frankenberg), der jüngste Interpret der diesjährigen Matineen, trägt einen in der Musikwelt sehr bekannten Namen (28.9.). Zu den 2013 in Fulda gastierenden Interpreten gehören ansonsten zum Beispiel noch Prof. Michael Hartmann aus München (5.10.), Andreas Fischer von der evangelischen Katharinenkirche in Hamburg (19.10.), Jürgen Blume, Professor für Tonsatz und langjähriger Rektor der Hochschule für Musik in Mainz (7.12.), sowie Carlo Tunesi aus Mailand, der die Orgel-Reihe am 21. 12. beschließen wird.

Die Konzerte finden jeweils samstags zwischen 12.05 Uhr und 12.35 Uhr statt, lassen sich für den Besucher also gut in den Tageslauf einbauen. Der Eintritt beträgt 3,50 €, ermäßigt 2,50 €. Alle Termine, Interpreten sowie Informationen zum Programm unter www.orgelmusik.bistum-fulda.de. Das erste Konzert der Reihe findet am 4. Mai 2013 statt.

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