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„Und wieder lebt die Heimat“ – Lesung mit Bernhard Hauptmann

Eichenzell. Die Träume kamen erst spät, doch sie ließen Bernhard Hauptmann nicht wieder los. Als er nach 37 Jahren aufhört zu arbeiten, fängt es an. Jede Nacht im Schlaf glaubt er sich wieder in Schlesien, wird wieder zum sechsjährigen Jungen, rennt wieder über das Feld an der Front. Fünf Jahre quält sich Bernhard Hauptmann mit den Albträumen, dann findet er einen Weg, sich davon zu befreien: „Jemand hatte mir geraten, das alles in einem Buch aufzuschreiben.“

Bernhard Hauptmann, der seit kurzem in Bebra lebt, wurde zum Autor. Damit trat er in die Fußstapfen eines berühmten Verwandten: Er ist der Großneffe des Dichters Gerhart Hauptmann. Als Kind wurde er mit seinen Eltern aus Schlesien vertrieben. Der rüstige Rentner ist viel unterwegs, auf Reisen stellt er sein im Jahr 2008 erschienenes Buch „Und wieder lebt die Heimat“ vor. Es handelt davon, wie er den Zweiten Weltkrieg und die Vertreibung aus Schlesien erlebt hat.

Bei der Leipziger Buchmesse 2008 gelangte Hauptmann im Rahmen eines Publikumsvotings mit seinem Buch unter die top ten. Die Botschaft seines Schicksals nennt er: Erinnerung und Versöhnung. Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff würdigte Hauptmanns Engagement in einem persönlichen Brief und empfahl das Buch zur Verwendung im Schulunterricht.

Kostenfreie Eintrittskarten für die Lesung  am 27.10.2012 um 20.00 Uhr im Eichenzeller Schlösschen sind im Bürgerbüro der Gemeinde Eichenzell, Tel. 06659/ 9 79 43 erhältlich.

 

 

 

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