Fulda. Die Insolvenz der Drogeriekette „Schlecker“ hat im Frühjahr auch in den Landkreisen Fulda und Bad Hersfeld mehrere Filialen betroffen. Ein halbes Jahr nach der Schließung der Märkte ist rund die Hälfte der ursprünglich 148 arbeitslos gewordenen Mitarbeiter/innen wieder in Arbeit – zumeist im Verkauf.
Im Landkreis Fulda hatten sich in zwei Wellen insgesamt 61 Frauen arbeitslos gemeldet. 28 von ihnen konnten inzwischen wieder in Erwerbstätigkeit zurückkehren. „Die meisten der Frauen sind wieder im Verkauf tätig“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Wie in der Region Fulda, so laufen auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg die Vermittlungsbemühungen für die 75 ehemaligen Schlecker-Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeiter auf Hochtouren. 36 von ihnen sind mittlerweile wieder in Beschäftigung und größtenteils im Einzelhandel untergekommen.
Agenturchef Dombrowski hofft, dass in den nächsten Wochen weitere Integrationen gelingen: „Der Arbeitsmarkt im Handel dürfte in den nächsten Wochen wegen des Vorweihnachtsgeschäftes anziehen.“
Wo die Vermittlungschancen noch verbessert werden müssen, bietet die Arbeitsagentur den Betroffenen berufliche Weiterbildungsmaßnahmen an. Â Zahlreiche ehemalige Schleckermitarbeiterinnen in den Kreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg nahmen dieses Angebot an.
Da eine Entscheidung für eine Umschulung oder anderweitige berufliche Weiterbildung einer gewissen Planungs- und Vorlaufzeit im persönlichen Umfeld bedarf, rechnet die Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda damit, dass bereits im Frühjahr 2013 weitere Ex-Schlecker-Beschäftigte wieder eine Arbeitsstelle finden können.