Fulda. Gemeinsam durch den Schlosspark joggen und dabei Spenden für das Bethanien Kinderdorf in Schwalmtal sammeln – das war sportliche und ideelle  Aufgabe für Schüler der ersten bis vierten Klasse des Bildungsunternehmens Dr. Jordan. Mit Unterstützung der Lehrkräfte hatten die Grundschulkinder es innerhalb von 40 Minuten geschafft, den stolzen Betrag von 4 280 Euro zu „erlaufen“. Der „hochkarätige“ Scheck wurde nun von den Schülerinnen und Schülern an Pia Maria Schindler übergeben, die die Summe stellvertretend für das Kinderdorf nahe Düsseldorf entgegennahm.
„Uns liegt es sehr am Herzen, den Schülern möglichst früh ein soziales Verantwortungsbewusstsein mit auf den Weg zu geben“, berichtet Dr. Anja Schäfer. Daher hatte die Leiterin der Privaten Zweisprachigen Grundschule mit ihrem Team bereits im vergangenen Jahr einen Spendenlauf zugunsten notleidender Kinder in Ostafrika veranstaltet. Das Ergebnis war so positiv, dass eine Fortsetzung außer Frage stand. In diesem Schuljahr steht in allen Grundschulklassen das Thema Kinderrechte im Blickpunkt. Auf diese Weise ist der Kontakt zum Bethanien Kinderdorf entstanden, in dem Jungen und Mädchen aus zerrütteten familiären Verhältnissen ein neues Zuhause gefunden haben.

Mit großem Eifer hatten die Schülerinnen und Schüler in ihrem Familien- und Bekanntenkreis großzügige Spender gefunden, die pro gelaufener Runde einen Geldbetrag zur Verfügung stellten. Mit unermüdlicher Kondition erliefen die Fünf- bis Zehnjährigen Runde um Runde ihren Geldbetrag und wuchsen dabei das eine oder andere Mal über sich selbst hinaus. Einige Kinder umrundeten den Schlosspark sogar insgesamt 16-mal. Der Erlös wird im Bethanien Kinderdorf als Finanzspritze für Spielgeräte und Freizeitgestaltung und ebenso für Therapien genutzt.
Übrigens haben die Grundschulkinder nicht nur sportliches Engagement gezeigt: „Damit die Jungen und Mädchen aus Schwalmtal wissen, wer genau hinter der Aktion steht, haben unsere Schüler Bilder für sie gemalt und Collagen mit Portraitfotos gestaltet, die wir an das Kinderdorf versendet haben“, erzählt Dr. Schäfer.