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„Ich bin dankbar für dieses so andere Leben hier“ – Zwischenseminar der Bistumsfreiwilligen in Uganda

Fulda. Nach einem drittel ihres neunmonatigen Dienstes, den zur Zeit neun junge Erwachsene des Bistums Fulda als „Freiwilligen Sozialen und Missionarischen Dienst im Ausland (FSMDA)“, im Partnerbistum Hoima, in Uganda leisten, fand das Zwischenseminar statt, zu dem sich Thomas Bretz, Referent für Neuevangelisierung im Seelsorgeamt des Bischöflichen Generalvikariats in Fulda und Mitinitiator des FSMDA, vor Ort mit den Freiwilligen traf. Auch ehemalige Freiwillige aus den vorherigen Jahrgängen reisten mit ihm nach Westuganda, um in dieser Woche bei Gruppendiskussionen, Einzelgesprächen, tiefem Erfahrungsaustausch, Gottsdienst- und Gebetszeiten mit den Jugendlichen und  auch mit ihren verantwortlichen Mentoren in den Einsatzpfarreien, einen umfassenden Einblick zu gewinnen.

„Unsere Freiwilligen haben sich an die Lebensumstände in Uganda gut angepasst. Sie haben sich sehr einfühlsam, lernbereit und neugierig in Ihre Einsatzpfarreien eingelebt, setzen sich in relevanten Tätigkeitsfeldern ein und nutzen ihre Team-Möglichkeiten bei Freuden und Leiden  ihres Dienstes.“, betonte Bretz nach der Begegnung. Gemeinsam wurden Zielvereinbarungen für die verbleibende Dienstzeit ausgelotet und ggf. neue Motivationen und Handlungsmöglichkeiten erschlossen. Der Umgang mit Armut, Krankheit und Konflikten, typisch kulturellen Unterschieden, „highlights“ und Enttäuschungen wurden thematisiert.

Eva Seumer, 19 Jahre aus Erfurtshausen bei Amöneburg berichtet:

„Meine ersten drei Monate in Uganda waren wunderschön und sind wie im Flug vergangen, ich habe mich schnell an das Leben hier gewöhnt und neue Freunde in meiner Pfarrei, in Rwemisanga  gefunden. Ich bin dankbar für dieses so andere Leben hier. In einer Grundschule gebe ich Sportunterricht und assistiere bei Mathe und Englisch. Einem sehr fleißigen Schüler erteile ich sogar Einzelunterricht in Deutsch, ich selber lerne die Stammessprache Runyoro. Außerdem helfe ich gerne bei den Küchenarbeiten in der Pfarrei mit und den Schwestern bei ihrer Feldarbeit.“

Damian Everding (20, Osterwald) hat sich eine andere Aufgabe gesucht. Er arbeitet in der Schreinerei einer Berufsschule, in der unter anderem auch Maurer und Elektriker ausgebildet warden. Leopold Schomann (21, Fulda) lebt mit Pfr. Joseph, dem Mentorenkoordinator des Freiwilligendienstes, in der abgelegeneren Pfarrei Bwikara. Häufig fährt er mit dem Priester zu den Aussenstellen der Pfarrei im Busch, den sogenannten Outstations. Dabei wird er oft reich beschenkt und fährt mit einem Huhn oder Hahn nach Hause. Ist der Pfarrer nicht da, muss er auch schon einmal den Bau des neuen Pfarrhauses beaufsichtigen.

Bei diesem Freiwilligendienst greift das Bistum ein ermutigendes Zeichen unserer Zeit auf, nämlich, dass eine wachsende Zahl junger Menschen bereit ist mehrere Monate ihres Lebens in den Dienst an den „fernen Nächsten“ einzusetzen, wobei auch der persönliche Glaube angeregt wird, erläutert Bretz.

Kontakt:

Interessenten für den „Freiwilligen Sozialen und Missionarischen Dienst im Ausland“ wenden sich an Sturmius Schneider vom Referat Mission, Entwicklung und Frieden, Tel. 0661/87-363, missio@bistum-fulda.de und Thomas Bretz vom Referat Neuevangelisierung, Tel. 0661/87-364, Thomas.Bretz@Bistum-Fulda.de .

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