Fulda. Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester wird gerne als Urlaubszeit genutzt. So auch von vielen Mitarbeitern der Kreisverwaltung. Doch auch wenn es im Kreishaus in der vergangenen Woche etwas leerer war, waren besonders die drei Hausmeister der Kreisverwaltung über die Feiertage und zwischen den Jahren jeden Tag aufs Neue im Einsatz. Neben den regelmäßig anfallenden Tätigkeiten wie Reparaturen oder dem Pflegen der Außenanlagen, nutzen die Hausmeister die Tage zwischen den Feiertagen traditionell auch für zeitaufwändige Tätigkeiten, die einmal im Jahr erledigt werden müssen.
Foto: Max Colin Heydenreich
„Auch zwischen den Jahren fängt unser Dienst morgens um 6:00 Uhr an. Wenn Schnee liegt auch früher, weil der Bürgersteig und die Zufahrt zum Amt geräumt und gestreut werden müssen“, erzählt Manfred Vogel, der seit 25 Jahren als Hausmeister in der Kreisverwaltung tätig ist. Dieses Weihnachten hatten Vogel und seine Kollegen Bernd Diegelmann und Hartwig Schöppner das Glück, dass es keine weißen Weihnachten gegeben hat und über die Feiertage kein Schnee geräumt werden musste. Ganz anders sah dies im Jahr zuvor aus: die Schneemengen, die Weihnachten 2010 gefallen sind, mussten auch an den Feiertagen bewältigt werden.
Doch auch an schneefreien Wochenenden und Feiertagen muss kontrolliert werden, ob im Kreishaus alles in Ordnung ist. „Ich war über die Feiertage jeden Tag da und habe meinen Rundgang gemacht“, berichtet Vogel, der sich an Feiertagen und Wochenenden mit seinen Kollegen abwechselt, um sicherzustellen, dass in ihrem Zuständigkeitsbereich – dem Kreishaus und der Zulassungsstelle – alles in Ordnung ist. Etwa zwei Stunden ist der diensthabende Hausmeister im Einsatz, um zu kontrollieren, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind, die Heizung funktioniert und auch sonst keine Auffälligkeiten zu beobachten sind.
Während der etwas ruhigeren Tage zwischen den Jahren warten die Hausmeister beispielsweise die Bürotüren, von denen es im Kreishaus etwa 400 gibt. „Einmal im Jahr müssen die Zylinder der Schlösser mit Graphit gepudert und die Scharniere gefettet werden. Das nimmt enorm viel Zeit in Anspruch.“ Außerdem fallen übers Jahr hinweg viele Akten an, die nicht einfach weggeworfen werden dürfen sondern vernichtet werden müssen. Zusätzlich stehen zwischen den Jahren häufiger Umzüge an, weil ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz in der Abteilung wechselt. „Auch hier ist die Hilfe der Hausmeister gefragt“, weiß der gelernte Spenglerinstallateur.
Sein Kollege Bernd Diegelmann, der seit acht Jahren im Kreishaus arbeitet, ist Gas- und Wasserinstallateur. Hartwig Schöppner ist Heizungsmonteur und seit November 2011 in Vollzeit im Kreishaus beschäftigt. Zuvor war er bereits zwei Jahre zu gleichen Teilen als Hausmeister im Kreishaus und in einer Schule tätig. Da Manfred Vogel im Sommer in die passive Phase der Altersteilzeit eintritt, arbeiten gegenwärtig drei Hausmeister im Kreishaus. Ab Sommer werden es dann – wie gewohnt – mit Bernd Diegelmann und Hartwig Schöppner wieder zwei sein.
Als Hausmeister des Kreishauses und der Zulassungsstelle kennt man nicht nur die Räumlichkeiten sehr genau, sondern auch die Mitarbeiter. „Ich kann im Dunkeln durch das Gebäude gehen und kenne alles“, berichtet Vogel, der auch „die meisten Mitarbeiter hier kennt“.