Fulda. Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Ortsverband Fulda unterhält seit dem Jahr 2003 eine Jugendabteilung. Deren Ziel ist es, die Jugendlichen in spielerischer Form an die Technik des THW heranzuführen. Dabei wird jedoch neben der Ausbildung in Bereichen wie Stegebau, Transport von Verletzten, Ausleuchten von Einsatzstellen und anderen fachbezogenen Tätigkeiten, großer Wert auf allgemeine Jugendarbeit gelegt.
Aus diesem Grund wird jedes Jahr ein Jugendwochenende veranstaltet, um das Gruppengefühl und den Ausbildungsstand in Übungen offen zu legen. Am 02. Juni kamen die Junghelfer zusammen, um gemeinsam ein Wochenende zu verbringen. In diesem Jahr war das große Oberthema das Thema „Holz“. Das Wochenende begann mit einer Wanderung mit dem zuständigen Förster durch den Gieseler Forst, dabei erklärte er viel Wissenswertes über den Wald, die heimischen Baumarten und Gefahren für den Wald. Im Anschluss besuchten die Jugendlichen das Sägewerk Engel am Ortsrand von Sickels, wo ihnen gezeigt wurde, wie aus einem lebendigen Baum ein Brett wurde. Bei Stockbrot und Lagerfeuer klang ein ereignisreicher Tag aus.
Mitten in der Nacht hieß es ALARM! Die Jugendlichen wurden zu einem Übungseinsatz gerufen, schnell musste sie aufstehen und sich in die Einsatzuniform zwängen und auf das Einsatzfahrzeug aufsitzen. Nach kurzer Anfahrt zur Einsatzstelle erkundet der Gruppenführer die Lage und verteilte im Anschluss die Aufgaben an die Einsatzkräfte vor Ort. Für jeden war klar, was er zu tun hatte, denn im Laufe des Wochenendes wurden viele wichtige Inhalte dazu wiederholend ausgebildet. Nach dem sie sich am Fahrzeug ausgerüstet hatten, begannen sie mit den Arbeiten. Kurze Zeit später wurden 2 verletzte Personen nach Verkehrsunfall und nach einer Vermisstensuche eine unter Schock stehende Person an den Rettungsdienst übergeben. Dann war es aber wirklich Zeit, ins Bett zu gehen.
Am nächsten Tag ging es dann abschließend mit einem Besuch des Barfußpfades in Hofbieber weiter, dort konnten die Jugendlichen von Steinen bis hin zu Matsch alles mit den Füßen erspüren – eine interessante Erfahrung. Die Jugendlichen blickten auf ein erlebnisreiches Wochenende zurück. Sie waren sich einig, dass das Wochenende viel zu schnell vorüber ging und es daher im nächsten Jahr wiederholt werden muss. Die Jugendbetreuer zogen ein insgesamt positives Fazit.