Fulda. „Wir sind total glücklich, wie die Aktion „Mosaik 105“ heute eingeschlagen hat“, so Fördervereinsvorsitzender von „Zukunft bauen“ Peter Müller. Christine Hartmann vom Atelier 14 aus Fulda Hamerz hatte der Kreuzkirche ein etwa 4m² großes Gemälde gestiftet. Es besteht aus 105 Einzelgemälden. Mit jedem neuen Fördervereinsmitglied fügt sich das Mosaik zu einem Ganzen zusammen. Christine Hartmann berichtete, wie das Gemälde in ihrem Atelier entstand. Thematisch sei ja der Umbau der Kreuzkirche auch ein schöpferischer Prozess, was böte sich mehr an, als die Schöpfungsgeschichte grafisch darzustellen, so die Künstlerin. Kirche- und Gemeindebauen in der Kreuzkirche, das liege ihr am Herzen.
Zu den 53 Mitglieder im Förderverein konnten nun weitere 22 gewonnen werden. Damit steigt die jährliche Mitgliedssumme auf rund 12.000€. Die Gemeinde ist damit nur noch 3.000€ von einem angenommenen jährlichen Darlehensabtrag entfernt. Der Fördervereinsvorstand verwies zudem auf neues Vorhaben. Ab September werde es „KKK“ (Kunst und Kultur in der Kreuzkirche) geben, der kleine Bruder von „AAA“, der inzwischen schon sechs Jahre zum Angebot der Kreuzkirche gehört. Zum Auftakt wird Liedermacher Martin Buchholz am 25. September, 18 Uhr, die Kreuzkirche besuchen. Dann gibt es in den ungeraden Kalendermonaten jeweils sonntags um 18 Uhr ein Programm rund um Kunst, Kultur und Kirche.
Der AAAndere Gottesdienst im Juni war aber auch wegen des großen Presseechos noch einmal „besonders anders“. Drei Fernsehteams (HR, SAT1 und RTL) verwandelten die Kreuzkirche beinahe in ein Fernsehstudio. Pfarrer Stefan Bürger freute sich über das Interesse und sagte, dass das Evangelium, die Botschaft von der Menschenfreundlichkeit Gottes, Öffentlichkeit suche, warum nicht auch Fernsehöffentlichkeit, auch wenn der einzelne Gottesdienstbesucher durch den Trubel sicherlich etwas an ruhiger Gottesdienstqualität einbüßen musste. „Vielleicht hilft diese öffentliche Interesse uns auch weiter, die nächsten Schritte in unserem Umbauprozess zu gehen“, so Bürger. Derzeit sähe es so aus, dass mindestens 100.000€ zur Finanzierung fehlten und man überlege, wie weit Kosten eingespart werden können, ohne dass das architektonische Gesamtkonzept leide.
Mit der Kreuzkirchengemeinde kann man gespannt sein, wer das 105. Teilstück wann aufhängen werde und ob dann die Bagger rollen.