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Wieder Tausende Besucher beim 2. Rhöner Brot- und Biermarkt

Poppenhausen. Im vergangenen Jahr hatte der Rhöner Brot- und Biermarkt in Poppenhausen seine Premiere, dieses Jahr fand er zum zweiten Mal statt und ist aus dem Veranstaltungskalender der Gemeinde eigentlich nicht mehr wegzudenken. Die Idee, den Lebensmittelerzeugern aus allen Teilen der Rhön eine Plattform zu bieten, wird von Betrieben aus Hessen, Thüringen und vor allem auch Franken dankbar angenommen.

Die im vergangenen Jahr dabei waren, kamen wieder, und neue fanden ihren Weg in die Gemeinde am Fuße der Wasserkuppe, beispielsweise die Bäckerei Amthor aus Saal an der Saale. Inhaber Ullrich Amthor und sein Team warteten mit einer Besonderheit auf: Brot, das mit Heilwasser aus der Urbani- und Regiusquelle in Bad Königshofen gebacken wird. Für Aufsehen sorgte auch Amthors Rhönspitz, der als laib-haftig wandelnde Figur besonders bei den Kindern Anklang fand, von den Erwachsenen aber lieber im Normalformat verspeist wurde.

Barbara Vay, Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön GmbH, ist froh, solche innovativen Betriebe bei ihrer Vermarktungsgesellschaft dabei zu haben. 13 Dachmarkenbetriebe waren im vergangenen Jahr beim Brot- und Biermarkt dabei, diesmal waren es schon 18. Dieser Anstieg spiegelt laut Vay auch die Mitgliederentwicklung bei der Dachmarke wider. Sei man im Bereich Gastronomie schon recht gut aufgestellt, richte man nun das Augenmerk verstärkt auf die produzierenden Betriebe. „Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht“, sagte sie mit Blick auf die Weiterentwicklung der Dachmarke Rhön.

Was wäre ein Rhöner Bierfest ohne die Rhönbrauerei Dittmar. Die Kaltennordheimer schenkten reichlich von ihrem traditionsreichen, seit 1934 gebrauten Gerstensaft aus. Und sie haben sich eine Angelegenheit zu Herzen genommen, auf die unter anderem Martin Kremer vom Biosphärenreservat oft angesprochen wird: Die Verwendung heimischer Rohstoffe. Die Gerste bezögen die Kaltennordheimer von der Agrargenossenschaft im benachbarten Dermbach, und vermälzt werde das Getreide in Mellrichstadt, berichtete Außendienstmitarbeiter Norbert Walch.

Damit das Brot besser rutscht, musste man nicht ausschließlich auf Bier zurückgreifen. Ute Krenzer von Utes Saftküche, die zur Caritas Werkstatt Schloss Haselstein gehört, bestrich Leckermäulern Brothappen mit köstlichen Marmeladen und bot auch sonst allerhand rund um Rhöner Fruchtsäfte feil. Sie war wie viele andere Betriebe bereits zum zweiten Mal dabei, weil es ihr auch schon im vergangenen Jahr gut in Poppenhausen gefallen habe. „Da habe ich mich gleich wieder angemeldet“. Der Markt ziehe sehr viel Publikum an. Das liege natürlich auch an den guten Musikkapellen von Cäcilia Poppenhausen, der Trachtenkapelle Oberelsbach und der Maumner-Kapelle aus Bischofsheim, die den Festplatz mit einer großen Vielfalt musikalischer Genres beschallten.

Verschiedene Fachvorträge beleuchteten diesmal die Themen “20 Jahre Biosphärenreservat Rhön”, “Qualitätssiegel der Dachmarke Rhön für Brot und Bier”, “Rother Bräu – das Öko-Bier aus dem Biosphärenreservat”, sowie “Rhöner Brot mit Natursauerteig”.

Nachdem Hans Woditschka das Amt des ersten Rhöner Bierkönigs im vergangenen Jahr mit viel Herzblut ausgefüllt hatte und Poppenhausen unter anderem auf dem Hessentag repräsentiert hatte, fiel in diesem Jahr die Wahl auf eine Bierkönigin: Karola I. (Karola Krick) kann vier Sorten Bier mit verbundenen Augen unterscheiden und erwies sich bei ihrer Inthronisation als eine überaus schlagfertige und humorvolle Frau, die auch schon einen eigenen kleinen Fanclub in Poppenhausen hat. Aber auch auch Schirmherr Landrat Bernd Woide, Bürgermeister Manfred Helfrich, der nordhessische Regierungspräsident Dr. Walter Lübke und der Leiter der hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön Torsten Raab fanden gut gelaunte Worte, die bei der Eröffnung richtig Lust auf diesen besonderen Markt machten.

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