Fulda. Das Fuldaer Land wurde bereits in der Altsteinzeit vor über 12.000 Jahren von Siedlern aufgesucht. Die ältesten Spuren reichen sogar mehr als 100.000 Jahre in die Zeit des “Homo erectus” zurück. Die Lagerplätze dieser frühen Menschen können anhand der dort zurückgelassenen Steingeräte identifiziert werden. Wichtige bekannte Fundplätze liegen bei Rothenkirchen und Großenbach. Diese Fundplätze veranlassten Dr. Felix Riede von der Universität Arhus in Dänemark, seine Untersuchungen zum Ausbruch des Laacher See-Vulkans auszuweiten.
Beim Ausbruch dieses Vulkans vor 12.920 Jahren wurden gewaltige Aschemengen in die Atmosphäre geschleudert, die sich über ganz Mitteleuropa und darüber hinaus verteilten und noch heute im Boden nachweisbar sind. Dieser Ausbruch führte zu großen Umweltveränderungen, die die Lebensbedingungen der damaligen Menschen dramatisch beeinflussten. Auf Einladung des Fuldaer Geschichtsvereins referiert Dr. Riede unter dem Titel “Der Ausbruch des Laacher Seevulkans vor 12.920 Jahren und urgeschichtlicher Kulturwandel im Fuldaer Land” am 26. Mai, um 19.30 Uhr, im Vortragssaal des Vonderau Museums.