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Frühzeitig berufliche Weichen stellen – Workshops mit Schülerbeteiligung finden großen Anklang

Hilders. Ein „Tag der Ausbildung“ fand am vergangenen Dienstag an der Mittelpunktschule (MPS) „Hohe Rhön“ in Hilders statt, an dem Referenten die Haupt- und Realschüler ab der achten Klasse über ein Dutzend kaufmännische, Verwaltungs- und Pflegeberufe informierten. „Mir hat’s Spaß gemacht“, sagte Felix Fiedler aus der achten Hauptschulklasse am Ende des Vormittags. Auch Realschüler David Beier, der  Bankkaufmann werden möchte,  fand „die große Auswahl und die Referenten sehr gut“. Hauptschüler Moritz Zentgraf war vor allem von den Informationen der Konrad-Zuse-Schule angetan, die sich genau wie die Eduard-Stieler-Schule präsentierte, und deren Besuch er nach der 9. Klasse anstrebt.

Organisiert hatte die Veranstaltung Claudia Limpert-Kessler, die seit 2009 an der MPS und der benachbarten Erich-Kästner-Schule, Schule für Lernhilfe, als ArbeitsCoach tätig ist. Die insgesamt zehn ArbeitsCoaches, die der Landkreis Fulda für zwölf Schulen eingestellt hat, fungieren als Schnittstelle zwischen Schul- und Berufsleben. Außer der Planung von Veranstaltungen wie dem Tag der Ausbildung oder dem Tag des Handwerks im März dieses Jahres an der MPS gehört die individuelle Berufsfindung und -vorbereitung mit Vermittlung von Praktika sowie Gesprächen mit Schülern ab der siebten Klasse und deren Eltern zu den Aufgaben. Mit den Neuntklässler der Hauptschule führt Limpert-Kessler im Fach Arbeitslehre in drei Unterrichtsstunden pro Woche ein intensives Coaching mit dem Ziel durch, diese in Ausbildung zu vermitteln.

Nach Auskunft des kommissarischen Schulleiters Manfred Güth haben bereits zwölf von 20 der diesjährigen Abgänger einen Ausbildungsvertrag in der Tasche; acht möchten auf weiterführende Schulen gehen. Die Rahmenbedingungen für ihre Aufgaben empfindet Claudia Limpert-Kessler als ideal: „Die MPS trägt durch Vermittlung sozialer Kompetenzen viel zur Ausbildungsfähigkeit ihrer Schüler bei.“ Auch das Engagement der Hilderser Unternehmen lobt sie; denn der Kontakt zu diesen fällt ebenfalls in ihren Tätigkeitsbereich. Unter anderem nennt sie den Ausbildungsverbund „Rhöner Lebensmittel e.V.“ als engen Kooperationspartner. Am Dienstag hatte dieser für leckere und gesunde Pausenverpflegung gesorgt.

Claudia Limpert-Kessler freut sich, dass einige der teilnehmenden Unternehmen nicht nur Personalreferenten, sondern auch Auszubildende abgeordnet hatten, so tegut, der Landkreis Fulda, die Schwenninger BKK Fulda und die Sparkasse Hilders. „ Außerdem fand ich die Vorträge sehr ansprechend, in denen die Jugendlichen selbst aktiv werden durften, beispielsweise beim Workshop zur Altenpflege von der Caritas-Sozialstation Vorderrhön oder dem der Physiotherapie-Praxis Pur in Hilders.“ Eingeladen waren auch die Achtklässler der Tanner Eberhardschule, die über keinen ArbeitsCoach verfügt.

Foto: Limpert

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