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Projekt „Wärmebildkamera“ wird im Landkreis Bad Kissingen auch in diesem Winter fortgesetzt

Bad Kissingen. Auch in diesem Winter sind die ehrenamtlichen Kameraleute, die sich für das Projekt „Wärmebildkamera“ der Kreisgruppe Bad Kissingen des Bund Naturschutz Bayern e.V. engagieren, wieder in zahlreichen Häusern unterwegs, um Energieverluste aufzuspüren. „Wir erwarten bald unseren 1000. ,Kunden‘. Er erhält von uns eine kostenlose Energieberatung im Wert von 200 Euro“, sagt Theo Hein, Mitglied des Arbeitskreises Energie und Kameramann. Vor dem Hintergrund des Klimawandels ruft die Bund Naturschutz Kreisgruppe auch in der jetzigen Wintersaison alle Hauseigentümer des Landkreises Bad Kissingen dazu auf, das Angebot der Thermografieaufnahmen für ihre Gebäude zu nutzen. Wer sich für solche Aufnahmen interessiert, sich als ehrenamtliche/r Kameramann/-frau betätigen oder sein Gebäude als Musterhaus zur Verfügung stellen will, kann unter Telefon (09 71) 7 85 34 42 oder über e-Mail BN-BadKissingen@gmx.de Kontakt aufnehmen.

Die Wärmebildaufnahmen werden, wenn möglich, beim Hausbesitzer direkt auf den Computer geladen. Sinnvoll ist es dann, wenn der Eigentümer mit diesen Bildern anschließend zu einem staatlich zugelassenen Energieberater geht, um ein schlüssiges Konzept für die nächsten zehn bis 20 Jahre aufstellen zu lassen. Der 1 000. Auftraggeber erhalte eine derartige Energieberatung in Höhe von 200 Euro von der Bund Naturschutz Kreisgruppe. „Mit diesem Angebot wollen wir noch mehr Bürger als bisher motivieren, ihr Haus auf Energieverluste untersuchen zu lassen. Der größte Teil der Energie wird für die Raumheizung aufgewendet – daher macht es Sinn, in diesem Bereich wirksam einzusparen und beispielsweise die Fassade gut zu dämmen“, meint auch Hannelore Rundell, die das Projekt leitet.

Das Angebot der Kameraleute zur Thermografie ist kostenlos; erwartet wird lediglich eine Spende für den Bund Naturschutz. Im Zusammenhang mit der Wärmebildaktion erinnert Franz Zang, stellvertretender Vorsitzender der Kreisgruppe, an die Ergebnisse der Klimatagung in Bad Kissingen Ende November. Auf dieser Veranstaltung hatten Fachleute und Politiker über eine Strategie des Landkreises angesichts der zu erwartenden Klimaveränderungen diskutiert.

Dabei hat die Kreisgruppe ausdrücklich die Zielvereinbarung des Kreistages begrüßt, bis 2020 den C02 –Ausstoß um 60 Prozent zu senken. Von den Fachleuten wurde allerdings angemerkt, dass für die Realisierung dieses Zieles die entsprechenden Umsetzungsstrukturen geschaffen werden müssen. Es gibt zwar ein Energiekonzept des Landkreises, aber es fehlt die Plattform/Struktur, die in der Lage wäre, die sehr unterschiedlichen Themen mit dem entsprechenden Nachdruck zu entwickeln.  Favorisiert wurde dabei eine Organisationform, die ähnlich aufgestellt ist wie die  Energieagentur Oberfranken. Dabei sollten alle regionalen Partner (Banken, Energieberater, Energieversorger und bestehende Initiativen)  eingebunden werden.

Wichtig erscheine die Schaffung  einer entsprechend starken Organisation auch insofern, als im anderen Falle nicht nur die Energieberatung selbst, sondern auch die damit verknüpften Folgeaufgaben wie etwa die Finanzierung, der Aufbau kompetenter Firmenstrukturen usw. nicht in der Region selbst verbleiben:  Know-How, Arbeitsplätze usw. würden dann verloren gehen, zudem würden beträchtliche finanzielle Mittel abfließen.  Der von Prof. Graßl zitierte Satz „Wer als erster kommt, der erntet“ sollte die Dringlichkeit des Handelns unterstreichen, sagt Franz Zang.

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