Eiterfeld. Ein klares Bekenntnis zum Schulstandort Eiterfeld hat Fuldas Landrat Bernd Woide (CDU) am Freitagmittag abgelegt: Während der Einweihung der erweiterten Sporthalle, der naturwissenschaftlichen Räume, des Verwaltungstraktes und der neuen Caféteria der Lichtbergschule sagte der Kreischef: „Damit hat der Landkreis Fulda als Schulträger Zukunftszeichen gesetzt. Es wurde nicht lange gezögert, diese Investitionen auf den Weg zu bringen.“
Bund und Land hätten dank der Konjunkturpakete das Übrige dazu beigetragen, dass die Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 5,424 Millionen Euro realisiert werden konnten. Hinzu kommen eine Million Euro, die das Land Hessen für die Erweiterung beziehungsweise den Anbau von acht Klassenräumen in der benachbarten Grundschule beigesteuert hatte. „Wir glauben an den Schulstandort Eiterfeld“, betonte Woide und fügte hinzu: „Die Lichtbergschule ist gut aufgestellt, das pädagogische Konzept steht, alle ziehen an einem Strang.“
Die Investitionen seien freilich noch nicht beendet, denn aus Mitteln des Landkreises werde 2011 noch die Mediothek finanziert. Wörtlich betonte er: „Der Landkreis steht zur Lichtbergschule, die sich auch in Zukunft fortentwickeln soll“, und dankte besonders dem Kreistag mit seinem ebenfalls anwesenden Vorsitzenden Franz Rupprecht und dem Kreisausschuss für deren Unterstützung. Schulische Themen seien in diesen Gremien stets „mit großem Konsens besetzt“.
Sowohl der Landrat als auch der verantwortliche Architekt Stephan Möller (Petersberg-Steinau) wiesen darauf hin, dass die einzelnen Gewerke vornehmlich von Unternehmen aus der Region ausgeführt wurden – laut Woide ist damit „eine regionale Wertschöpfungskette in Gang gesetzt worden“. Möller dankte besonders dem Gebäudemanagement des Landkreises – Jürgen Obermeier und Norbert Grösch – für die konstruktive Zusammenarbeit. Baubeginn war Anfang Juli 2009 gewesen, bereits am 24. September 2009 hatte Richtfest gefeiert werden können. Für den Sportunterricht stehen nach dem An- und Umbau nun etwa 500 Quadratmeter neue sowie rund 1.000 Quadratmeter sanierte Altflächen zur Verfügung.
Aus der ehemaligen Zwei-Felder-Halle ist eine Drei-Felder-Halle entstanden, Â zudem wurden neue Umkleide- und Sanitärräume angebaut. Gleiches gilt für die gesamten Fenster, den Sonnenschutz und die Fassadendämmung. Architekt Möller nahm auch zu Überlegungen und Wünschen von Vereinen Stellung, die Halle zu verbreitern: Dafür hätte die bestehende Tribüne abgerissen werden müssen, wobei man von Mehrkosten von rund 500.000 Euro hätte ausgehen müssen.
Erweitert werden mussten zugleich die bislang viel zu kleinen Räume für den Physik- und Chemieunterricht; zudem wurde deren veraltete Einrichtung auf den neuesten Stand gebracht. Dies betrifft auch die Verwaltung und das Lehrerzimmer der kooperativen Gesamtschule, für deren Ganztagsangebot ein 100 Quadratmeter großer Speiseraum, eine Ausgabetheke sowie eine Spül- und Lehrküche installiert wurden.
Bevor Architekt Möller den Schlüssel an Landrat Woide und Schulleiter Helmuth Herbst überreichte, hatte er noch ein spezielles Geschenk parat: eine aufklappbare Wickelstation für Kleinkinder. Da nämlich in der Sporthalle auch musikalische Veranstaltungen und außerschulische Sportereignisse stattfinden, könne es sein, dass dann Babys versorgt werden müssten.
Schulleiter Herbst hatte während seiner Begrüßung allen an den baulichen Maßnahmen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit gedankt und besonders Felix Gaul von der Schulverwaltung des Landkreises hervorgehoben, der stets ein offenes Ohr für schulische Belange habe. Ihn freute es sehr, dass mit Friedhelm Bott und Gerald Bagus auch die frühere Schulleitung gekommen war, die zu Beginn an den Planungen mitgewirkt hatte.
Leitender Schulamtsdirektor Wolfgang Kremer unterstrich, angesichts steigender Schülerzahlen müsse einem um die Zukunft der Lichtbergschule nicht bange sein. Vor dem Hintergrund, dass das vielfach ausgezeichnete Schulorchester unter Stabführung von Winfried Möller die Feierstunde umrahmte, betonte er: „Es ist toll, was an dieser Schule gerade auch im musischen Bereich geleistet wird.“ Kremer würdigte das finanzielle Engagement des Landkreises und den Einsatz der Verantwortlichen, bei Bund und Land Gelder abzurufen. „Die Schulen in unserer Region sind alle vorbildlich ausgestattet“, unterstrich er und nannte als weiteren Vorteil die starke Vernetzung: „Hier ziehen alle an einem Strang.“
Vor der ökumenischen Weihe der erweiterten Räumlichkeiten durch Pfarrer Sebastian Blümel und Pfarrer Harald Krüger zeigte sich der Eiterfelder Bürgermeister Hermann-Josef Scheich „froh, stolz und dankbar“ über die baulichen Maßnahmen. Mit der Erweiterung der Halle sei eine 15 Jahre alte Forderung der gemeindlichen Gremien erfüllt worden, denn schließlich seien in der Marktgemeinde zehn Vereine mit vielen Gruppen beheimatet. Dank sagte Scheich dem Landrat für dessen eindeutiges Bekenntnis, die Zukunft des Schulstandortes Eiterfeld betreffend. „Unsere Schulen haben einen hervorragenden Ruf. Die Investitionen bedeuten eine Wertschätzung für das, was hier geleistet wird.“
Foto: Burkhardt