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Rumänien-Tagebuch des Teams “Das kunterbunte Kinderzelt”

Fulda. Hallo nach Deutschland, wir sind nun – 6:00 Uhr morgens – am Koffer packen für die Heimreise. Ich versuche, zwischen diesem geschäftigen Treiben, einen Moment Ruhe zu finden, um Euch noch schnell meine Eindrücke vom gestrigen Tag zu schicken. Mechthild sagte: “Gestern war der schönste Tag!” Damit ist eigentlich schon alles gesagt, oder? Doch was war so schön?? Wir waren schon früh um 8:30 Uhr in der Turnhalle. Ein letztes Mal die Autos voll mit Pakete laden. Wir mussten noch auf Bernd und Eddi warten, und haben uns die Zeit sehr sinnvoll vertrieben: Wir haben die Ballonbögen abgebaut, die Ballons in große Kartons gepackt und dann am Schulhof ausgeleert – das war für uns und vor allem die Kids ein Riesenspaß.

Dann brachen wir auf nach Gheorgheni. Dort begannen wir bei einer Zigeunersiedlung, die nur aus fünf Familien besteht. Entsprechend ruhig lief hier die Übergabe ab. Dann sind wir zur Karpatenstraße gefahren. So heißt die mittlere der drei Zigeunersiedlungen. Hier wohnen rund 25 Familien und alles war gleich etwas wuseliger. Hier haben wir zunächst Patenpakete verteilt – also Geschenke für Kinder, deren Paten in Deutschland ein Extrapaket mit auf den Transport geschickt haben. Das Kind bekommt das Geschenk zusätzlich zu seinem monatlichen Essenspaket. Begrüßt wurden wir natürlich wieder von Josef – dem Patenkind von Kai. Er ist ein so toller, treuer Junge, und ich glaube, es geht ihm schon wieder viel besser!!

Dann sind wir von Haus zu Haus und haben die Päckchen überreicht. Das ging auch sehr gut und hat uns allen viel Freude gemacht. Außerdem bekommen wir so einen viel besseren Eindruck von den Lebens- umständen der einzelnen Familien und Eddi wird in den nächsten Wochen sicher einiges zum Nacharbeiten haben. Ein besonders “Anhängsel” hatte Lena ergattert – das Mädchen, das auf dem Weihnachtspäckchen- Flyer der Metzgerei Robert Müller abgebildet ist. Sie ist nicht mehr von Lenas Seite gewichen.

Dann haben wir uns eine kleine Kaffeepause gegönnt und haben uns dann auf den Weg zu meinem Patenkind gemacht. Sie lebt abseits der Zigeunerdörfer und bei meinem Besuch im Sommer habe ich sie in einem zeltartigen Verschlag vorgefunden. Es ging etwa 20 Minuten steil den Berg hinauf, bevor wir auf einer Anhöhe ein winziges Hüttchen entdeckten. Ich schicke zwei Bilder mit, die sagen mehr als Worte. Doch trotz der widrigen Umstände ist sie ein fröhliches, aufgewecktes Mädchen. Wir hoffen, dass sich kurzfristig eine Lösung für die Familie ergibt. Ich wünsche Euch im Namen den ganzen Teams ein frohes und
gesegnetes Weihnachtsfest.

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