Fulda. Der aktuelle Wirtschaftsaufschwung wirkt sich in immer stärkerem Maße positiv auf die Beschäftigung in der Region Fulda aus. So sank die Arbeitslosigkeit im September gegenüber dem Vormonat um 254 auf 5.179 Personen. Davon waren bei der Agentur für Arbeit Fulda 2.092 Menschen arbeitslos gemeldet (-195), beim Amt für Arbeit und Soziales 3.087 (-59). Gegenüber dem September 2009 sank die Zahl der registrierten Arbeitslosen sogar um 1.077 (-17,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 4,7 Prozent.
Die guten wirtschaftlichen Bedingungen konnten auch dazu genutzt werden, um jüngere Menschen unter 25 Jahren vermehrt in Beschäftigung zu vermitteln. Waren im Vorjahresmonat noch 877 jüngere Frauen und Männer arbeitslos gewesen, so verzeichneten die Arbeitsagentur Fulda und das Amt für Arbeit und Soziales zusammen nur noch 564.
Arbeitslosenquote liegt noch bei 4,7 Prozent
„Der gegenwärtige Aufschwung entwickelt sich in unserer Region immer mehr zur Beschäftigungs-Lokomotive, die mit Volldampf unterwegs ist. Allein die Arbeitsagentur Fulda konnte seit Jahresbeginn 4.251 Arbeitsstellen rekrutieren. Dies entspricht einem Plus von fast 40 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum“, freut sich Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fulda.
Der Stellenzugang machte sich vor allem im verarbeitenden Gewerbe (+ 74,2 Prozent) sowie im Baugewerbe (+ 33,1 Prozent) bemerkbar. Vom Stellenzuwachs in diesen Bereichen profitierte vor allem der traditionell stark durch das verarbeitende Gewerbe gekennzeichnete Altkreis Hünfeld. Hier sank die Arbeitslosenquote auf 4,0 Prozent. Im September 2009 hatte sie bei 4,5 Prozent gelegen.
Bei Männern fast Vollbeschäftigung
Eine weitere Folge dieser Entwicklung ist die Tatsache, dass die Arbeitslosigkeit in starkem Maße insbesondere bei Männern zurückging. Die rein auf Männer bezogene Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent ist damit nur noch etwa einen Prozentpunkt von der Vollbeschäftigung entfernt. Auch Frauen partizipierten am konjunkturellen Aufschwung, allerdings fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber September 2009 prozentual nur halb so hoch aus, wie bei den Männern. Zudem fällt auf, dass Frauen überproportional von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Während der Anteil der bei der Arbeitsagentur Fulda arbeitslos gemeldeten Frauen 46,6 Prozent beträgt, sind diese mit 55,7 Prozent überproportional bei den langzeitarbeitslosen Menschen (SGB II) vertreten. „Nach wie vor vorhandene traditionelle Erziehungsaufgaben führen dazu, dass Frauen tendenziell weniger flexibel und mobil sein können“, erklärt Waldemar Dombrowski. Dies sei bei vielen Stellen – beispielsweise im Einzelhandel oder in Gesundheitsberufen – allerdings Voraussetzung.
Im Lauf des Jahres konnten 262 arbeitslose Personen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit beenden. Die Arbeitsagentur unterstützt diese Personen durch einen Gründungszuschuss.