Fulda (cif). Spätsommerliche Sonnenstrahlen untermalten die Einweihungsfeier des neuen Wohnheimes der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie an der St.-Vinzenz-Straße: Zwölf schwerstbehinderte Personen mit starken Bewegungseinschränkungen haben in dem neuen, lichtdurchfluteten Gebäude ab sofort ihr Zuhause. Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez gratulierte der Caritas zu dem „gelungenen Projekt“ und segnete im Rahmen eines Wortgottesdienstes zum Beginn des Einweihungsfestes das Haus sowie seine Bewohner und alle Mitarbeiter, die in ihm tätig sein werden. Gottes guter Geist, so der Weihbischof, werde hier unter den Menschen mitwohnen.
Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, der offiziell alle Gäste der Feier willkommen hieß, unterstrich, dass die neue Einrichtung bedarfsgerecht konzipiert worden sei und ein äußerst differenziertes wohn- und Betreuungsangebot der Caritas für die Menschen mit Behinderung in der Region Fulda optimal ergänze. Die Bewohner im neuen Haus seien auf erhöhten Pflegebedarf angewiesen und empfänden auch die räumliche Nähe zu Ihrer Arbeitsstätte in der benachbarten Werkstatt als Erleichterung ihres Alltags. Heimleiter Theo Münker, der in einem kurzen Referat diese Ausführungen des Caritasdirektors ergänzte, unterstrich, dass Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben immer sehr individuell betrachtet werden müsse – für schwerstbehinderte Menschen ginge es vor allem darum, die professionelle Hilfe so zu gestalten, um ihren Wünschen nach Selbstständigkeit weitestgehend gerecht zu werden. Das Haus mit seiner Barrierefreiheit sei gleichfalls ein wesentlicher Schritt dazu.
Caritas-Vorstandsmitglied Ansgar Erb, für die Behindertenhilfe zuständig, erläuterte, dass in dem Gebäude auch eine Tagesbetreuung für behinderte Menschen angeboten werden, die aus Altersgründen oder wegen ihrer körperlichen Einschränkungen nicht in der Werkstatt arbeiteten. Des Weiteren bedankte sich Erb für die Zuschüsse zu den Baukosten des hessischen Sozialministeriums in Höhe von 200.000 Euro, des Landeswohlfahrtsverbandes in Höhe von 100.000 Euro und der Aktion Mensch in Höhe von 58.000 Euro. Das Gesamtbauvolumen betrug 1,261 Millionen Euro.
Grußworte kamen vom Fuldaer Oberbürgermeister Gerhard Möller, vom Ersten Kreisbeigeordneten des Landkreises Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, von Liane Grewers als Vertreterin des Sozialministeriums und von Annette Bernhard vom Angehörigenbeirat. Den Schluss machte Manfred van den Brock, der für den Heimbeirat sprach.


