Fulda. Grund zum Feiern gab es am Sonntag. Doch neben Sekt erlebten die Fuldaer Liberalen auch Selters, als zum 20. Mal in Hessen und so auch in Fulda, historische Gebäude von den Bürgern kostenfrei besichtigt werden konnten. „Der Tag des Offenen Denkmals war eine Initiative der damaligen FDP-Landtagsfraktion und ihrer Grand-Dame Ruth Wagner“, so Fuldas liberaler Landtagsabgeordneter Jürgen Lenders. Es habe ihn gefreut, dass zahlreiche Bürger den Sonntag nutzten, um Regional- und Kulturgeschichte vor Ort kennen zu lernen, so Lenders.
Doch um dies auch weiterhin möglich zu machen, sollten alle Beteiligten diese Gelegenheit intensiver nutzen, um ihre Angebote der Allgemeinheit sehr viel stärker ins Bewusstsein zu bringen. „Ich selbst ging am Sonntag mal wieder ins Vonderau-Museum“, so Lenders, „doch weder in der Presse, noch am und vor dem Museum ist auf diese besondere Form der Öffentlichkeit hingewiesen worden.“ Im Museum sei zudem ausschließlich die Kapelle unentgeltlich zu besichtigen gewesen. Ähnliches stellten Stadträtin Sibylle Herbert (FDP) und der liberale Ortsvorsitzende Peter Wolff fest. Sie selbst erlebten, wie die wenigen Bürger, die dennoch den Weg ins Museum fanden, enttäuscht darüber waren, dass ausschließlich die Kapelle zu bestaunen war. Herbert und Wolff schafften es aus eigenen Stücken zwar noch, ins Lapidarium einzutreten, doch nirgendwo ein Schild, ein „Reiter“ oder sonst etwas, dass auf diese eindrucksvolle Stelle hinwies, in der Fuldas Geschichte „in Stein“ zu bewundern war.
Zwar nicht Sekt, aber immerhin Apfelsaft und Apfelwein genossen Herbert und Wolff bei ihrer späteren Teilnahme an der Führung entlang der Fuldaer „Via Regia“, als man unter anderem in der alten Posthalterei in der Löherstraße, in der auch Goethe mehrfach abgestiegen ist, wie zu damaligen Zeiten eine kleine Auszeit nahm, an der auch Wurst und Käse nicht fehlte. Im Gegensatz zum Vonderaus-Museum, konnte man diesen Angebot auch den Medien entnehmen, und so verwunderte es die beiden Liberalen nicht, dass hier zahlreiche Besucher diese insgesamt drei Teilstücke der Via Regia mitliefen, so auch Michael Grosch, FDP-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament Fulda, der die Probstei Johannesberg besuchte. Sein Kollege Jörg Witzel aus Tann war zu Gast beim Architekten Dees in seinem Glockengießerhaus in Hilders-Eckweisbach.