Fulda. Während oben auf dem Universitätsplatz noch die Handwerker fleißig schaffen, um dem Platz einen neuen Plattenbelag und mit Licht- sowie weiteren Installationen mehr Aufenthaltsqualität zu geben, sind die unterirdischen Arbeiten abgeschlossen. „Seit einigen Wochen nutzen die Fuldaer wie die Gäste unserer Stadt die Annehmlichkeiten der neuen Tiefgarage des niederländischen Parkhausbetreibers Q Park“, schreibt Fuldas Verwaltungschef Gerhard Möller im Vorwort zur neuesten Ausgabe des Stadtmagazins „Fulda informiert“. Am Wochenende geht die Nummer 76 allen Haushalten im Stadtgebiet zu. Das Redaktionsteam hat wieder ein buntes Potpourri an weiteren Themen zusammengestellt, von Stellungnahmen der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung zur Haushaltskonsolidierung über das 700 Jahr-Jubiläum Bad Brückenaus bis hin zum Besuch auf dem Minenjagdboot Fulda.
Industriedenkmal
Unentwegt drehen sich die Kräne am Emaillierwerk. Aufmerksame Beobachter können mit verfolgen, wie das Projekt Konturen annimmt. Der architektonische Reiz des Industriedenkmals aus den Gründertagen kommt wieder zur Geltung. Das gestalterisch gefällige, in seiner Durchmischung aus Handel, Büro- und Wohnnutzung interessante Konzept für die Bebauung auf dem ehemaligen Molkereigelände sei gleichfalls in die entscheidende Phase gekommen, informiert Möller. Gleich an mehreren Stellen Fuldas finde im Sinne einer zukunftsorientierten Entwicklung Veränderung statt.
Neuer Center
Für Schlagzeilen sorgt momentan das in der Reihenfolge jüngste Projekt: das Löhertor. Der Rand der Innenstadt wird in absehbarer Zeit ein neues Gesicht erhalten. Die Hamburger Grewe Gruppe, Besitzer des bestehenden Einkaufszentrums, beabsichtigt, mit dem Projektentwickler MFI ein komplett neues Löhertor-Zentrum als Quartiersabschluss zu bauen. Der bisherige Center hatbe kaum noch Mieter gefunden. Im Dezember, so kündigt Fuldas OB an, „wollen wir den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan fassen.“ Parallel läuft der städtebauliche Vertrag; ebenso parallel die städtische Begleitung in der Planung der Architektur, die in den Händen des renommierten Fachplaners Professor Auer aus Stuttgart liegt.
In der ersten Hälfte des nächsten Jahres soll das Projekt mit dem Abriss des bisherigen Baus beginnen. Im Vergleich zum bestehenden Bebauungsplan sollen rund 4.000 Quadratmeter hinzukommen – insgesamt 18.000 Quadratmeter. Die jüngst veröffentlichte Planung wird nach Worten Möllers noch weiter entwickelt. Großen Wert legen die Stadt an diesem exponierten Standort auf die Architektur. „Wir wollen eine Mischung aus Natursteinhülle, ein Haus mit Fenstern, was bei Centern oft nicht der Fall ist“, habe Stadtbaurätin Cornelia Zuschke die Zielvorstellung formuliert. Auch auf die Nachbarbebauung soll Rücksicht genommen werden.
Freude
in den letzten Wochen und Monaten hat sich auch in Fulda und für Fulda wieder vieles bewegt. Vor allem die Projekte des Konjunkturprogramms wie die Erweiterung der Richard-Müller-Schule oder der Hochschul- und Landesbibliothek sowie die beiden Kindergartenneubauten fordern allen Beteiligten bis zur Fertigstellung noch einige Kraftanstrengung ab. Doch am Ende stehe die Freude, wie Möller betont. „Die Freude über eine dauerhafte, nachhaltige Weiterentwicklung Fuldas.“
Voraussichtlich ab Mitte nächster Woche sind weitere Exemplare des Stadtmagazins in der städtischen Pressestelle erhältlich. Zur gleichen Zeit ist die jüngste Ausgabe auch als pdf im Internet unter www.fulda.de abrufbar.