Pohlheim. Auch wenn zum Schluß wieder Marco Koch und Stefan Assmann (AMC Hungen) die größten Pokale bekamen, konnte man beim 2. ADAC Rallyesprint Pohlheim am vergangenen Samstag nicht von einer uninteressanten Motorsportveranstaltung sprechen. Bei bestem Spätsommerwetter waren ca. 1000 Zuschauer an die beiden Zuschauerpunkte am Ortsrand des Pohlheimer Stadtteils Grüningen gekommen. In erster Linie postierten sich die Fans an der schon im Vorfeld für viel Gesprächsstoff sorgenden Sprungkuppe. Der Abzweig von der Landstraße in einen Wiesenweg entpuppte sich als wirklich spektakulär. Außerdem konnten die insgesamt 47 gestarteten Teams hier innerhalb einer Wertungsprüfung (WP) gleich zweimal gesehen werden. So entschied diese Stelle auch den erwarteten Zweikampf um den Sieg, denn Markus Schmidt und Uli Weidauer (Heuchelheim/Gießen) beschädigten im ersten der drei Durchgänge bei einem gewaltigen Sprung ihren Escort so nachhaltig, dass ein Start auf WP2 nicht mehr möglich war.
Der für den veranstaltenden AMSC Pohlheim startende Axel Nörenberg mit Copilot Marcus Kolitsch (BMW M3) nahm die Verfolgung auf und fuhr mit der Bestzeit in WP3 auf den zweiten Gesamtrang. Komplettiert wurde das Podium von einem Team des AMSC Horlofftal. Reiner Hahn und Matthias Hofmann belegten mit konstanter Fahrweise in ihrem neu aufgebauten Mitsubishi Lancer Platz drei. Als Vorauswagen war Matthias Weber aus Pohlheim unterwegs. Er pilotierte in spektakulärer Fahrt neben dem Orstvorsteher von Grüningen auch zwei Sponsoren auf dem „heißen Sitz“ über die insgesamt ca. 15 km lange Strecke.
Leider musste die Veranstaltung im ersten Durchgang wegen eines Unfalls unterbrochen werden. Eines der Wettbewerbsfahrzeuge kam beim Anbremsen einer Rechtskurve ins Schleudern und von der Strecke ab. Dabei wurde eine Zuschauerin verletzt. Durch den an der Strecke befindlichen Notarzt war eine medizinische Erstversorgung ohne Zeitverzögerung gewährleistet. Die Zuschauerin wurde umgehend ins Krankenhaus eingeliefert und befand sich zu keiner Zeit in Lebensgefahr.
Abgesehen von diesem unerfreulichen Ereignis ist dem AMSC Pohlheim mit der neuen Strecke und der guten Organisation eine Top-Veranstaltung gelungen. Neben der traditionellen Limes Rallye im benachbarten Hungen, hat sich der „Pohlheim Sprint“ bereits bei der zweiten Auflage als feste Größe im heimischen Motorsport etabliert. Mit dem Lahnsprint in Heuchelheim findet am 18.09. der nächste Rallyesprint statt, der neben Pohlheim und Wolfhagen zum Hessischen Rallyesprintpokal zählt.
Das Gesamtergebnis gibt es auf der Internetseite des Veranstalters unter www.amsc-pohlheim.de

