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Girls’ Day in der Kreisverwaltung – Landrat Marx: „Es gibt viel mehr Möglichkeiten, als Ihr denkt“

Vogelsbergkreis. Bereits zum zehnten Mal fand der „Girls’ Day“ statt. Auch die Kreisverwaltung war wieder dabei. Landrat Rudolf Marx begrüßte am Donnerstag neun Mädchen und zwei Jungen. Er rief dazu auf, keine Scheu vor technischen Berufen zu haben. Der Landrat nutzte die Gelegenheit, bei den Mädchen und Jungen auch Werbung für die Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr zu machen. „Auch außerhalb des Berufs oder der Schule gibt es wichtige Aufgaben“, betonte er.

Das Konzept des Girls’ Day als „Zukunftstag“ hat verstärkt auch die Jungen im Blick: Dort, wo der Frauenanteil sehr hoch ist, wolle man bewusst jungen Männern attraktive Möglichkeiten aufzeigen, so zum Beispiel im Bereich der Sozialpädagogik. Dort liegt der Frauenanteil bei über 80 Prozent, berichtete Ausbildungsleiterin Sandra Gerbig. Insgesamt gehe das Konzept des Zukunftstages davon aus, für Berufe zu werben, in den der Frauen- oder eben auch der Männeranteil deutlich unter 40 Prozent liege.

Architektin, Bauingenieurin – wäre das was? Im Kreisbauamt kümmerte sich Leiter Bernhard Hofmann darum, Alisa Ruppel (Herbstein), Laura Stöppler (Wernges) und Büsra Türkmen (Wallenrod) diese Tätigkeitsfelder vorzustellen. Die drei Mädchen schauten sich in Alsfeld an, was es mit dem Thema Denkmalschutz auf sich hat. Übrigens: nur ein Viertel aller Architekten oder Denkmalschützer sind – bundesweit gesehen – Frauen.

Gibt es eigentlich Hausmeisterinnen? In der Kreisverwaltung, die ja auch für 38 Schulen zuständig ist, gibt es eine Hausmeisterin – und 39 Männer. Bundesweit sind nur 11 Prozent in diesem Servicebereich weiblich. Hausverwalter Martin Helm nahm Lena Tenberg und Katheryna Topchiy (beide aus Lauterbach) – sie gehen ins sechste Schuljahr (die neun anderen Jugendlichen besuchen jeweils die siebte Klasse) – unter seine Fittiche und zeigte ihnen die Aufgaben des Hausmeisterservice.

In der Druckerei wurde Papier für die Druckmaschine geschnitten und was mit Papier geschieht, das keiner mehr braucht, konnte man draußen gleich sehen – an der Papierschredderanlage. Martin Helm zeigte Lena und Katheryna die Rettungsleitstelle, die Heizungsanlage und die Brandmeldeanlage und bei dieser Gelegenheit auch gleich, wie ein Feuerlöscher funktioniert.

Mareike Schnägelberger (Romrod-Zell) wurde im Amt für Gebäudemanagement in Alsfeld von Stefan Schmidt betreut, der den technischen Bereich des AfG vorstellte, vor allem das Tätigkeitsfeld eines Diplom-Ingenieurs, der für die Umsetzung großer Projekte zuständig ist.

Diplom-Ingenieure gibt es auch in der Wasserbehörde. Was dort für Aufgaben zu erledigen sind, dafür interessierte sich Chiara Hergert aus Berfa. Sie wurde von Günther Bastian informiert. In Altenburg wurde vor Ort eine Brücke in Augenschein genommen und geprüft, ob das Wasser in der Schwalm in einem guten Zustand ist.

Umweltschutz, Naturschutz: auch hier braucht man Diplom-Ingenieure. Dieses Tätigkeitsfeld stellte Gudrun Huber-Kreuzer vor. In ihre Obhut begaben sich Sarah Arndt (Willofs) und Lavinia Dierssen (Heblos). In Ulrichstein wurden Bäume auf ihren Gesundheitszustand hin überprüft und kontrolliert, ob Gefahren durch brüchige Äste bestehen. Außerdem berichtete Gudrun Huber, wo es im Vogelsbergkreis überall Naturschutzgebiete gibt.

Im Amt für soziale Sicherung ist der Frauenanteil ziemlich hoch. Sebastian Schmidt aus Maar wollte von Hans-Jürgen Röhr wissen, ob denn der Beruf Verwaltungsfachangestellter auch etwas für Jungen sein könnte.

Ebenfalls einen hohen Frauenanteil hat die Kommunale Vermittlungsagentur. Dort gibt es zum Beispiel ganz überwiegend Arbeitsvermittlerinnen und Sozialarbeiterinnen. KVA-Mitarbeiterin Sevgül Gel stellte Philipp Grünewald aus Schwalmtal die vielfältigen Aufgabenbereich in ihrer Behörde vor. Sebastian Schmidt kam dann auch noch in die KVA, während Philipp im Anschluss das Sozialamt besuchte.

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