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Generalvikar Professor Dr. Gerhard Stanke eröffnete das Wallfahrtsjahr 2010 auf dem Gehilfersberg

Rasdorf. Mit dem Wallfahrtsgottesdienst in der Kirche zu den Heiligen vierzehn Nothelfern auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf am Ostermontag wurde das Wallfahrtsjahr 2010 eröffnet. Hauptzelebrant war Generalvikar Professor Dr. Gerhard Stanke, Fulda, der dem Gottesdienst in Konzelebration mit Pfarrer Winfried Bittner, Fulda und Ortspfarrer Rudolf Zeller vorstand. Es sei ihm eine große Freude, nicht nur Kirchenbesucher aus dem Pastoralverbund Hessisches Kegelspiel zu den Heiligen 14 Nothelfern begrüßen zu können, sondern auch Mitchristen aus dem Geisaer Amt, dem Hersfelder und Fuldaer Land und der Rhön, so Pfarrer Rudolf Zeller. Besonders herzlich begrüßte er den Generalvikar, der seit dem Jahre 1998 ununterbrochen den Eröffnungsgottesdienst leitet und im November dieses Jahres in Rasdorf firmen wird, sowie die Erstkommunionkinder und die Firmbewerber.

Ab kommenden Samstag werde wieder regelmäßig jeden Samstag um 8 Uhr, bis zum Schluss des Wallfahrtsjahres am Festtag des Heilige Wendelinus (20. Oktober), die Eucharistie bei jeder Witterung in der Wallfahrtskirche gefeiert.

Ostern sei nicht nur für die Emmaus – Jünger ein Wendepunkt gewesen, sondern die ganze Weltgeschichte habe eine Wendung bekommen, begann Professor Gerhard Stanke die Festpredigt. Die Auferstehung sei der Durchbruch zum Leben, denn Christus habe dadurch bewiesen, dass das Leben stärker als der Tod, Friede stärker als Gewalt und Recht stärker als Unrecht sei. Gott zeige am Beispiel seines Sohnes, dass er den Menschen nicht im Stich lasse. Die Mächtigen hätten Jesus wegen seiner Gradlinigkeit zwar hingerichtet, aber nach drei Tagen sei er auferstanden. Dieses „Lebensprogramm“ fordere uns Christen heraus, aus Jesu Geist zu leben und damit die Welt zu verändern, in der Gewissheit, dass Gott auch, wenn wir scheiterten, uns ins Leben rufe. Konkret bedeute dieses für jeden beispielsweise, sich mit einem Feind versöhnen, sich vor Menschen zu stellen, die an den Rand gedrängt würden oder sich mehr auf Gott zu besinnen. In diesem Zusammenhang zitierte Gerhard Stanke aus dem Artikel in der Fuldaer Zeitung „Der Osterglaube ist keine billige Vertröstung“ von Andrea Nahles, Generalsekretärin der SPD. Darin heiße es, gerade, wenn wir überzeugt seien, dass mit dem letzten Atemzug nicht alles zu Ende sei, könnten wir aufhören, uns nur um uns selbst zu drehen, alles im Griff zu haben, schön, gesund und erfolgreich sein zu müssen. Deshalb sei die Osterbotschaft auch im Jahr 2010 so wichtig wie eh und je, damit wir in Verantwortung vor dem eigenen Gewissen und vor Gott mit allen Stärken und Schwächen Mensch sein könnten.

Professor Dr. Gerhard Stanke schloss mit der Feststellung, dass Auferstehung meine, durch den Geist Jesu verwandelt zu werden zu neuem Leben und hinein genommen zu sein in die Herrlichkeit Gottes.

Am Ende der Eucharistiefeier lud Pfarrer Rudolf Zeller für den 18. April, 19.30 Uhr zum Oratorium „Emmaus“ in die Stiftskirche Rasdorf und zur Teilnahme an den Samstag- und Festgottesdiensten auf dem Gehilfersberg ein.

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