Fulda. Fulda ist bisher nicht unbedingt als Mekka der Kunstszene in Erscheinung getreten. Das soll sich nun ändern. Seit letztem Monat gibt es die STRAY DOGS. Sie bestehen aus dem deutsch-polnischen Künstler Leszek Skurski, dem US-amerikanischen Krimiautor Tom Torn, dem belgischen Starkünstler Louis Dutroux und dem deutschen Autor Guido Rohm. „Unser Konzept besteht in der Verweigerung von Konzepten. Unsere Theorie lautet: Es gibt keine Theorien. Auf der anderen Seite: Vielleicht irren wir uns auch damit.” Leszek Skurski scheint sich ausnehmend wohl in dem neugebildeten Kreis zu fühlen.
„Wir hatten bereits Anfragen einiger prominenter Künstler, die wir aber nicht dabei haben wollten”, erzählt Guido Rohm. „Aber wir werden wachsen. Es wird auf jeden Fall noch Neuzugänge geben.” Und diese Neuzugänge gab es bereits. Der Schriftsteller Alban Nikolai Herbst ist inzwischen ebenso ein STRAY DOG wie der Publizist und Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger. Die STRAY DOGS präsentieren sich im Internet unter www.tomtorn.com. Jetzt schon sind Ausstellungen und Lesungen geplant.
Am 7. Mai wird es eine gemeinsame Lesung von Guido Rohm mit dem Schriftsteller Alban Nikolai Herbst in der RED CORRIDOR GALLERY in Fulda geben. Außerdem ist eine Ausstellung mit Fotos des belgischen Senkrechtstarters Louis Dutroux in der Planungsphase.
Das Manifest der Gruppe findet man auf deren Website. „Wir werden allerdings jeden Monat einen neues Manifest raus bringen”, erklärt Tom Torn. „Wir sind streunende Hunde.” Louis Dutroux lehnt sich in seinem Stuhl zurück und zündet sich eine Selbstgedrehte an.
Möglich, dass sich Fulda bald tief ins kollektive Gedächtnis der Kunstszene eingegraben haben wird. Die STRAY DOGS zumindest arbeiten fleißig daran.
Weitere Infos unter www.tomtorn.com