Fulda (cp). Der Magistrat der Stadt Fulda stimmte der Auftragsvergabe zu Sanierungsarbeiten im Schlosstheater mit einem Gesamtbetrag in Höhe von ca. 324.000 Euro zu. Dies umfasst eine Teilerneuerung der Bestuhlung, Parkettarbeiten im Zuschauerraum und eine Erneuerung der Inspiziententechnik. „Das kulturelle Angebot unserer Stadt muss in seiner Qualität erhalten bleiben und durch die Sanierung des Schlosstheaters werten wir dieses sogar noch auf“, so Kulturdezernent Gerhard Möller. Das bedeute für die Stadt „das Theater auch in der Ausstattung auf gutem Niveau zu halten“. Im Anschluss überzeugten sich die Mitglieder des Magistrats selber von den Mitte Juni begonnenen Arbeiten und informierten sich über die geplanten technischen Neuerungen im Schlosstheater.
Hohe handwerkliche Qualität und Platz für Rollstühle
Die Magistratsmitglieder begutachteten und testeten besonders den erneuerten Theaterstuhl. Denn im Gegensatz zu einer Neuanschaffung ist eine Teilerneuerung der Bestuhlung im Schlosstheater wirtschaftlich sinnvoller, da die wesentlichen Bestandteile der 690 Stühle – das tragende Metallgestell und die aus Buchenholz geleimten Rahmenteile für Sitz- und Rücklehne – wegen ihrer besonderen handwerklichen Qualität Neuanfertigungen vorgezogen werden müssen. Um erstmals Platz für Rollstühle zu haben, werden nach der Sanierung nur 680 Stühle wieder aufgestellt. Im Zusammenhang mit der Teilerneuerung der Bestuhlung muss der Parkettboden im Zuschauerraum abgeschliffen und versiegelt werden.
Technische Neuerungen
Außerdem soll die veraltete Inspiziententechnik erneuert und erweitert werden. Der Inspizient leitet den technischen Ablauf der Vorstellungen und gibt unter anderem das Zeichen für musikalische Einspielungen oder Lichtanweisungen an die Regie weiter. Um dessen Arbeit und einen reibungslosen Ablauf zu erleichtern, wird es nun eine Erneuerung und Modernisierung des Inspizientenpults, der Tonanlage sowie der Maschinenzüge, die für einen Wechsel des Bühnenbilds sorgen, geben. Damit verbunden ist gleichzeitig die Anpassung der Alarmierung im Saal und im Foyerbereich im Brandfall gemäß den gültigen Vorschriften. Zusammen mit Angelia Lieder, Theater- und Konzertdirektorin des Schlosstheaters, mit Michael Zickerick, der für die Beleuchtung zuständig ist, und mit Dr. Werner Kirchhoff, Leiter des Kulturamts der Stadt Fulda, warfen der Oberbürgermeister und die Stadträte einen Blick hinter die Kulissen und ließen sich die Technik erklären. „Wir haben einen interessanten Eindruck von den Sanierungsarbeiten erhalten, von denen wir sonst nur auf dem Papier lesen“, resümierte Kulturdezernent Möller abschließend.

