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Unser Dorf: Pfordt und Ober-Ofleiden haben die Nase vorn

Vogelsbergkreis. In der Gruppe A (Orte, die sich seit mindestens drei Jahren in der Dorferneuerung befinden) siegte Schlitz-Pfordt. Platz zwei und drei belegen Lauterbach-Maar und Schlitz-Fraurombach. In der Gruppe B (das sind Orte ohne Dorferneuerungsförderung) hatte in der Bewertung der Jury, die vom 01.09.08 – 11.09.08 durch die Region gefahren war, Homberg-Ober-Ofleiden die Nase vorn, gefolgt von Freiensteinau-Gunzenau und Romrod-Strebendorf.

Landrat Marx dankt allen Teilnehmern für ihr großes Engagement, zu zeigen, was wir in unserer Heimat zu bieten haben. Auch diejenigen Dörfer, die nun nicht unter den ersten Drei seien, hätten „gewonnen“ – an Kreativität, sozialem Zusammenhalt und guten Ideen.

Erfolgreich teilgenommen – über die bereits sechs genannten Dörfer hinaus –(jeweils genannt in alphabetischer Reihenfolge) haben über die sechs genannten Dörfer hinaus, zunächst

in der Gruppe A:
Büdingen-Eckartshausen (Wetteraukreis) und Lautertal-Meiches.

In der Gruppe B:
Büdingen-Wolferborn, Butzbach-Fauerbach, Freiensteinau-Salz, Gemünden-Ehringshausen, Grebenau-Wallersdorf, Grebenhain-Herchenhain, Grebenhain-Nösberts-Weidmoos, Homberg-Gontershausen, Kirtorf-Ober-Gleen, Niddatal-Kaichen, Romrod-Nieder-Breidenbach, Schlitz-Rimbach, Schlitz-Willofs, Schotten-Eschenrod und Ulrichstein-Unter-Seibertenrod.

Pfordt und Ober-Ofleiden werden 2009, neben 17 anderen Dörfern in Hessen, am Landesentscheid teilnehmen. Der Landesentscheid 2009, der vom Regierungspräsidium Kassel geleitet wird, bietet für die Teilnehmer die Möglichkeit, sich für den kommenden Bundesentscheid 2010 zu qualifizieren. Landrat Rudolf Marx und Landrat Joachim Arnold überreichen den Ortsvorstehern aller teilnehmenden Orte die Sieger- und Teilnehmerurkunden.

Siegerurkunden erhalten die Ortsvorsteher der 1. bis 3. Platzierung

Gruppe A:

Pfordt – Ortsvorsteher Herr Willy Kreuzer
Maar – Ortsvorsteher Herr Horst Reiß
Fraurombach – Ortsvorsteher Herr Alexander Altstadt

Gruppe B:

Ober-Ofleiden – Ortsvorsteher Herr Johannes Knauff
Gunzenau – Ortsvorsteher Herr Herbert Möller
Strebendorf – Ortsvorsteher Herr Bernd Waschkewitz

Die Kommission bereiste ab 1. September 23 Dörfer im Vogelsbergkreis und im Wetteraukreis und beendete die Tour am 11. September in Niddatal-Kaichen.

In der Region Mitte, für die die Abteilung Dorferneuerung in der Vogelsberger Kreisverwaltung die Federführung hatte, nahmen 19 Dörfer aus dem Vogelsbergkreis teil – das sind sieben mehr als im Jahr 2005.

Darüber hinaus war das Vogelsberger Amt für den ländlichen Raum auch für vier Dörfer aus dem Wetteraukreis „zuständig“.

Ziel des Wettbewerbs:

Der Wettstreit „Unser Dorf hat Zukunft“ hat das Ziel, nach festgelegten Kriterien heraus zu finden, welches Dorf am zukunftsfähigsten ist.

Die Kernfragen lauten:

Wo sind die Bürger und ihre Verwaltung am aktivsten, am kreativsten, wo werden die nachhaltigsten Lösungen für eine weitreichende kulturelle, soziale und wirtschaftliche Entwicklung gefunden? Natürlich gibt es auch noch die Frage: welches Dorf ist „am schönsten“? Aber sie tritt seit vielen Jahren angesichts der demographischen Entwicklung immer mehr in den Hintergrund.

Was kann der Einzelne, die Gemeinschaft, das ganze Dorf und auch die Gemeindeverwaltung tun, damit das lebenswerte Umfeld auch in der Zukunft gesichert und ausgebaut werden kann? Die Beantwortung dieser Frage stellt den Leitgedanken des Wettbewerbs dar. Dabei komme es auf Eigeninitiative und bürgerschaftliches Engagement an, sagt Landrat Marx.

Gibt es genügend Chancen für unsere Jugend? Können wir Einfluss nehmen auf die Lebenssituation unserer älteren Mitbürger – der überall diskutierte „demographische Wandel“ sei eine klare Herausforderung, dem unter anderem mit Dorferneuerungsmaßnahmen begegnet werden könne. Die Dörfer müssten künftig mit einem stärkeren Wettbewerb um ihre Einwohnerzahlen rechnen. Daher freut sich der Vogelsberg-Landrat, wenn der Wettstreit „Unser Dorf“ viele kreative Kräfte mobilisiere, die beweisen: „unsere Heimat ist lebens- und liebenswert und sie hat auch eine Zukunft.“

Im Vogelsberg haben in der Vergangenheit stets viele Dörfer sehr engagiert teilgenommen. Mit Alsfeld-Altenburg hat der Vogelsberg im vorletzten Jahr sogar einen Landessieger und erfolgreichen Teilnehmer am Bundesentscheid hervor gebracht. Der Wettbewerb zeige die große Heimatverbundenheit und beweise die Bereitschaft, aktuelle Themen im Lebensraum der Bürgerschaft beherzt und kreativ anzupacken, so Landrat Marx.

Der Wettbewerb wurde 2008 zum 33. Mal veranstaltet. Als erstes Bundesland hat Hessen 1958/1959 den Wettbewerb flächendeckend durchgeführt. Der Regionalentscheid findet alle drei Jahre statt. Hessenweit nahmen 200 Dörfer teil.

Zwei Gruppen:

Um der unterschiedlichen Ausgangssituation der teilnehmenden Orte gerecht zu werden, erfolgte die Bewertung der Wettbewerbsteilnehmer in zwei Gruppen: A (Orte, die sich mindestens seit drei Jahren in der Dorferneuerung befinden) und B (Orte ohne Dorferneuerung). Schlitz-Pfordt, Regionalsieger der Gruppe A, und Homberg – Ober-Ofleiden, Regionalsieger der Gruppe B nehmen am Landesentscheid teil, der im Frühsommer 2009 stattfinden wird.
Landessieger 2006 war Alsfeld-Altenburg.

Wer arbeitete in der Kommission?

Die Kommission bestand aus fünf fachkundigen Personen.

Die Leitung hatte Agnes Baumgardt, Mitarbeiterin im Amt für den ländlichen Raum.

Die Kommissionsmitglieder waren: Frau Becker: ehemalige Bezirksvorsitzende des Bezirkslandfrauenvereins Alsfeld, stellvertretende Kreislandwirtin (Bewertungsschwerpunkt: Bürgerschaftliche Aktivitäten); Herr Dr. Dennhöfer: Dipl.-Biologe bei der Stadt Alsfeld, langjähriges Mitglied im Naturschutzbeirat des Vogelsbergkreises (Bewertungsschwerpunkt: Grüngestaltung, Dorf in der Landschaft); Herr Kittlaus: Agraringenieur beim Landrat des Wetteraukreises, Fachdienst Landwirtschaft (Bewertungsschwerpunkt: Grüngestaltung, Dorf in der Landschaft); Herr Ruhl: Architekt, Architekturbüro Ruhl und Geissler in Alsfeld (Bewertungsschwerpunkt: Baugestaltung); Herr Dr. Schopbach: freiberuflicher Holzbauingenieur, Mitglied im Magistrat der Stadt Romrod (Bewertungsschwerpunkt: Allgemeine Ortsentwicklung).

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