Nürnberg/Fulda. Auf der gerade in Nürnberg zu Ende gegangenen „Biofach“, der weltweit größten Messe für biologisch erzeugte Produkte, war die Rhön gut vertreten. Mit Bionade und Tegut beziehungsweise Kurhessische Fleischwaren Fabrik (Kff) präsentierten sich die beiden Betriebe, die in der Fachpresse bundesweit derzeit am meisten für Furore sorgen.
Aber auch Rother-Bräu mit ihren ausgesuchten Öko-Bieren, Fruchtsäfte Elm und die Staatlich Bad Brückenauer Mineralbrunnen nutzten die Chance zur Präsentation.
Die besondere Rolle der Rhön wurde in einer Reihe von Vorträgen und Podiumsdiskussionen gewürdigt. So konnte Martin Kremer, Sachgebietsleiter für das Biosphärenreservat Rhön beim Landkreis Fulda, die erfolgreichen Regionalentwicklungsprojekte des Biosphärenreservates gemeinsam mit Sven Euen von der Firma „Tegut ….. gute Lebensmittel“ vorstellen. In einer anderen Fachveranstaltung ging es um den Bio-Getränkemarkt, bei der Vertreter von Bionade die Rhön hervorragend repräsentierten.
Heimische Firmen mit Chefs vor Ort
Die große Bedeutung der „Biofach“ für die heimischen Betriebe lässt sich auch daran ablesen, dass die Firmen mit ihren Chefetagen selbst vor Ort vertreten waren. Die Messe insgesamt präsentierte sich äußerst professionell und auf hohem Niveau. Mit großen einheitlichen Messeständen warben zum Beispiel Spanien, Italien, Polen, Österreich und die USA für ihre Produkte. Auch der afrikanische Kontinent war mit zahlreichen Ständen vertreten. Insgesamt präsentierten sich 2.764 Aussteller aus 80 Ländern den über 46.500 Fachbesuchern
Martin Kremer, der sich für das Biosphärenreservat Rhön auf der Messe umsah, kommt zu dem Schluss, dass der Öko-Markt in der Region noch unterschätzt werde. Er wird in dieser Einschätzung von Landrat Bernd Woide unterstützt. In Anbetracht des zunehmend weltweiten Handels mit Öko-Produkten wurde auf der Messe auch eine Wertediskussion bezüglich Transparenz und Ehrlichkeit von Bio-Produkten geführt. Sorgen bereitet vielen Verarbeitern von Bio-Produkten die zunehmende Rohstoffverknappung.