Schönes aus Fulda. Dass sich Funktionalität und Ästhetik nicht ausschließen, sondern auch in einem Krankenhaus harmonisch in Einklang zu bringen sind, davon konnte man sich gestern im Klinikum Fulda überzeugen. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, die in den vergangenen Monaten aufwändig umgebaut und modernisiert worden ist, hatte zu einem Tag der offenen Tür eingeladen – und hunderte Besucher kamen, sahen und staunten. Denn die Station 3A ist nach dem Umbau kaum wieder zu erkennen.
Fotos (63): Max Colin Heydenreich
Offener Empfangsbereich, Wartezimmer im Lounge-Style, großzügige Untersuchungsräume und moderne Patientenzimmer – da wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Genau 1,8 Millionen Euro hat das Klinikum in die Modernisierung der Station mit den 33 Betten investiert.
Das neue Vorzeigeobjekt des Klinikums ist laut PD Dr. Achim Hellinger, Medizinischer Direktor und Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten. So wurden alle Zimmer mit Flachbildschirm-Fernsehern und Telefonanlage ausgestattet. Die Zwei- und Einbettzimmer verfügen über eine eigene Sanitärzone mit Dusche und WC. Die wenigen Dreibettzimmer haben ebenfalls einen eigenen Waschbereich und Toilette. Zudem gibt es auf der Station zwei großzügige Duschen.
Bei der innenarchitektonischen Gestaltung haben die Architekten des Büro Christ aus Limburg ganz offensichtlich den Geschmack von Patienten und Belegschaft getroffen. „Die Resonanz“, so der Klinikdirektor, „war bislang ausnahmslos positiv.“ Der Klinikdirektor setzt ganz bewusst auf Wohlfühlatmosphäre, aber auch auf einen Hauch Luxus. „Der Luxus ist gewollt“, sagt Hellinger. „Denn wir möchten, dass die Patienten ihren Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich erleben.“
In den nächsten drei Monaten wird der „Prototyp 3A“ auf Herz und Nieren getestet. „Patienten und Mitarbeiter werden die Station im Klinikalltag erproben. Wenn sich herausstellt, dass Verbesserungen möglich oder Änderungen notwendig sind, dann werden diese Ergebnisse beim Umbau der nächsten Station berücksichtigt“, so Hellinger. (Dorit Heydenreich)