Hosenfeld-Pfaffenrod. Trotz eisiger Temperaturen war es Anja Listmann aus Hosenfeld-Pfaffenrod gestern warm ums Herz. Denn die Erste Vorsitzende des Vereins „Burkina Faso macht Schule“Â – kurz “Bufamaschu” – konnte gemeinsam mit Vereinsmitgliedern, Familienangehörigen, Freunden und Bekannten einen Container voller Hilfsgüter auf den Weg nach Burkina Faso (Westafrika) bringen. Im Container gut verpackt waren ein VW Golf, 23 Fahrräder, 16 Nähmaschinen, DVD-Player, jede Menge Schuhe und Textilien sowie Büro- und Schulmaterialien.
Fotos (18) und Video: Max Colin Heydenreich
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Erst Mitte November hatte die Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz), die einen Großteil der Transportkosten trägt, grünes Licht für den Hilfscontainer gegeben. Angesichts der kurzen Vorlaufzeit – dem Verein blieben nur vier Wochen, um Spenden zu sammeln – sei das Ergebnis überwältigend, so Listmann.
„Es ist unglaublich, wie viel Hilfsbereitschaft und Unterstützung wir in den letzten Tagen und Wochen erfahren haben“, freute sich die Vereinsvorsitzende. So spendete das Fuldaer Autohaus Scheller den VW Golf und viele Menschen aus der Region, aber auch aus dem Bundesgebiet, boten spontan ihre Hilfe an und sammelten Spenden.
Der Container, der in den nächsten Tagen in Antwerpen auf ein Frachtschiff verladen wird und am ersten Weihnachtstag Richtung Elfenbeinküste startet, wird am 8. Januar 2008 in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, erwartet. Dort wird ihn der Verein „Un enfant une education“ in Empfang nehmen. „Bufamaschu“ unterstützt diesen Verein, dessen Ziel es ist, verwaisten und in Armut lebenden Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen.
Die Verbindung zwischen Pfaffenrod und Burkina Faso besteht seit zwölf Jahren. Anja Listmann und ihr Mann Klaus unterstützen dort ein Patenkind und haben im Mai dieses Jahres den damals acht Monate alten Samuel, der in einem Säuglingsheim in Ouagadougou lebte, adoptiert.
„Wir haben Land und Leute kennen und lieben gelernt, und wir wollten in Samuels Geburtsland etwas bewegen“, erklärt die Mutter zweier Kinder die Gründe ihres Engagements. Die Listmanns haben entschieden, in die Bildung zu investieren. Seit der Gründung des Vereins „Bufamaschu“ vermitteln sie Patenschaften, sammeln Geld- und Sachspenden, um Lebensbedingungen zu schaffen, unter denen die Kinder gut lernen können. Deshalb unterstützt der Verein derzeit den Bau eines Mädchengymnasiums mit Internat. Und auch bei diesem Projekt sind die Mitglieder mit voller Kraft und ganzem Herzen dabei. (Dorit Heydenreich)
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